www.geheichnis.de

geheichnis BLOG

rezensionen

links

impressum  

Geheichnis - das Wahre/Schöne der Region

Wie kaum ein anderes Wort, das sowohl in der moselfränkischen und in der rheinfränkischen Mundart existiert, läßt sich Geheichnis neben anderen Bedeutungen mit einem Zustand des persönlichen Wohlbefindens und des sich-gut-gehen- Lassens näher bestimmen. Wenn jemand 'kää Geheichnis' hat, dann kommt er nicht zur Ruhe und es fehlt ihm an persönlicher Ausgeglichenheit auch im Hinblick auf seine Mitmenschen und an innerer Ruhe - auch im Zusammenhang mit den unmittelbaren Mitmenschen. So wurde der Begriff gewählt, um die ganz persönlichen und schönen Seiten unserer Heimat an der Saar und innerhalb der Großregion im Internet aufzubereiten. Gleichzeitig soll versucht werden, eigene und ganz persönliche Annäherungen an Region, Geschichte und ihre Gegenwart hier zu veröffentlichen. Das Startbild verweist dann auch unmittelbar auf die Geschichte der großen Prämonstratenserabtei Wadgassen, denn der dargestellte Cherub ist eine Halbfigur von einer Ecke des einzigen noch erhalten gebliebenen Barockaltares aus der ehemaligen Wadgasser Klosterkirche, die 1752 unter Abt Michael Stein neu erbaut wurde, und der sich heute in der Pfarrkirche Waldwiese/Waldwisse befindet.  

Nachfolgendes Gedicht möchte diese Bezüge zum Ausdruck bringen und eine Art Einleitung und gewissermaßen als Auftakt zu dieser Webpräsenz darstellen, die Geheichnis aufspüren und Region mit seinen vielen schönen Seiten entdecken, thematisieren, verstehen und weiterentwickeln möchte. Geheichnis verstanden auch als typische Lebensart unserer Region also könnte als ein bedeutungsvolles Stichwort für diese Seiten genannt werden.

 

Gleichmütig
Dein fester Blick
Geflügelter Cherub
Gewohnt eigentlich,
an biblische Apokalypsen
hast mehr jedoch
reale vorbeieilen sehn;
Sahst Menschen, Dinge,
an den Bruchstellen der Zeitenwenden
die zahlreich Du erlebt
Betetest voll Inbrunst
inmitten der hellen Klosterkirche zum Beispiel
die Laudes der weissen Herren.
Lauschtest einmütig
den alten Gesängen,
dem schallenden Orgelspiel.
Besahst blinde Zerstörungswut auch
der Saarlouiser Jakobiner
und deren Hass.
Kommentiertest nicht den frevelhaften Abtransport
in unwirtliche Möbellager
des Festungs-Sterns.
Deine Miene - immernoch unbewegt -
harrte mehr als dreißig Jahre
der neuen alten Aufgabe
als Altarfigur
im Kirchlein an der Grenze.
Dein Gleichmut ist Geheichnis
nicht nur für lothringische Besucher
und Erinnerung jetzt,
und Rettung
vor der sonst mehr als nutzlos
vergehenden Zeit! 

Patrik H. Feltes, gen. Veltz

 

kontakt(at)geheichnis.de

©  Patrik H. Feltes